Feuerlibelle: leuchtend rotes Männchen im Sommer-Makro
Knallrotes Feuerlibellen-Männchen sitzt auf einem trockenen Wiesenknopf-Samenstand vor grünem Hintergrund.
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Ein roter Blitz über der Sommerwiese – und plötzlich sitzt er still vor dir, durchglüht von der Mittagssonne.
Roter Wächter auf der Sommerwiese
Protokoll, 18. Juli, kurz nach 13 Uhr bei Witzenhausen: Auf einem vertrockneten Samenstand mitten in einer feuchten Krautwiese sitzt ein vollständig scharlachrotes Libellen-Männchen. Der breite, leicht abgeflachte Hinterleib, die ebenfalls rot gefärbte Brust, die roten Augen und das amberfarbene Aufhellungsfeld an der Flügelbasis sind die entscheidenden Merkmale – das spricht klar für die Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) und nicht für eine schlankere Heidelibelle.
Das Tier verhält sich reviertreu: Es nutzt den exponierten Stängel als Ansitzwarte, sonnt sich im harten Mittagslicht und kehrt nach kurzen Jagdflügen immer wieder dorthin zurück. Genau dieses Verhalten macht die Beobachtung berechenbar – und biologisch aufschlussreich, denn als Wärmezeiger dokumentiert die Art ihre fortschreitende Ausbreitung nach Norden.
Für einen sauberen Citizen-Science-Datenpunkt lohnt es sich, neben den seitlichen Ansichten noch das Flügelbasisfeld scharf festzuhalten, einen Größenbezug (etwa ein Blatt oder Maßstab im Bild) zu ergänzen und Standort, Gewässernähe und Uhrzeit zu notieren – am besten ohne reines Gegenlicht. Hast du weitere Winkel oder Detailaufnahmen dieser Szene? Lade sie gern hoch, dann sichern wir die Bestimmung gemeinsam ab.
Steckbrief
Crocothemis erythraea
Aktuelle Sichtungen


27. Juni 2026
Montes Claros
@miguel_97

27. Juni 2026
Montes Claros
@miguel_97

27. Juni 2026
Montes Claros
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27. Juni 2026
Roc Blanc, Terrassa, Barcelona, Espanya
@artur-degollada-gestio-natural

27. Juni 2026
98152 Messina ME, Italia
@matteop42007

27. Juni 2026
Mairie, 77690 Montigny-sur-Loing, France
@fluffyshrimp
Schutz & Bestand
Achtung: Naturschutz
Diese Art steht unter Naturschutz. Anschauen und bestaunen: ja! Anfassen, fangen oder mitnehmen: bitte nicht — wir lassen die Natur, wie sie ist.
Alle Libellen sind besonders geschützt.
Quellen: IUCN Red List, Rote Liste Deutschland (BfN), BNatSchG/BArtSchV. Angaben kuratiert, ohne Gewähr und regional ggf. abweichend — maßgeblich sind BfN/WISIA und die geltenden Gesetze. Kein Rechtsrat.
Eine harmlose, friedliche Insektenszene. Die einzigen relevanten Punkte sind allgemeine Wiesen-/Gewässerrisiken wie Zecken und nasser Untergrund.
Für diesen Ausflug mitdenken:
- Zecken im WiesengrasmittelStich / Biss
Hohe Sommerwiesen sind typische Zeckenhabitate; Zecken können Krankheiten übertragen.
Tipp: Lange Kleidung tragen und nach dem Ausflug den Körper auf Zecken absuchen.
- Feuchtwiese / mögliches Gewässer in der NähemittelUmgebung
Libellen-Lebensräume liegen oft an Teichen, Gräben oder feuchten Wiesen mit nassem, rutschigem Untergrund.
Tipp: Kinder am Wasserrand stets beaufsichtigen und auf festen Stand achten.
- FeuerlibellegeringStich / Biss
Libellen können bei festem Greifen zwicken, besitzen aber keinen Stachel und sind für Menschen harmlos.
Tipp: Tiere nur anschauen, nicht fangen – so bleibt die Libelle unversehrt und das Kind ungestört.
Hinweis: KI-Einschätzung anhand des Fotos — keine Garantie und kein Ersatz für Aufsicht. Im Zweifel nichts berühren oder essen. Im Notfall: Giftnotruf bzw. 112.
In der Szene
Tierwelt
- Feuerlibelle (Männchen)
Pflanzenwelt
- Trockener Samenstand (vermutl. Großer Wiesenknopf)
- Gelbe Schmetterlingsblüte (vermutl. Hornklee/Wicke)
Habitat & Struktur
- Krautige Wiesenvegetation mit gefiederten Blättern
Was du hier entdecken kannst
- 1
Exponierte Ansitzwarte (trockener Samenstand)
Wahrscheinlich: Feuerlibelle ~90%, Heidelibelle ~10%
Trockene, herausragende Stängel sind die bevorzugten Jagd- und Sonnposten reviertreuer Großlibellen und werden wiederholt angeflogen.
Tipp: Posten merken: Fliegt die Libelle auf, oft kehrt sie nach Sekunden zurück. Vorfokussieren und auf Rückkehr warten.
- 2
Krautige Feuchtwiese mit gefiederten Blättern
Wahrscheinlich: weitere Libellen, Tagfalter, Heuschrecken ~50%
Strukturreiche Sommerwiese bietet Beuteinsekten und Ansitzplätze; ideal zum Absuchen weiterer Warten.
Tipp: Niedrig in Bodennähe gehen und gegen das verschwommene Grün freistellen.
- 3
Blühaspekt mit gelber Schmetterlingsblüte
Wahrscheinlich: Wildbienen, Schwebfliegen, Bläulinge ~40%
Nektarpflanzen ziehen blütenbesuchende Insekten an und ergänzen das Wiesenporträt.
Tipp: Blüte als Vordergrund-Farbtupfer nutzen oder gezielt Bestäuber ansitzen.
Aufnahmebedingungen
Aufnahmebedingungen
18. Juli 2021 um 13:16 Uhr · Hochsommer (Juli)
Phänologie:Mitte Juli ist die ideale Flugzeit der Feuerlibelle (Hauptflug Juni–August). Das vollständig ausgefärbte, leuchtend rote Männchen ist ein reifes Tier. Die Art ist ein Wärmezeiger und hat sich mit dem Klimawandel in Deutschland deutlich ausgebreitet – eine Beobachtung bei Witzenhausen passt gut ins aktuelle Bild der nördlichen Arealausweitung.
Beobachtung
Habitat & Szene
Krautreiche, feuchte Sommerwiese, vermutlich nahe einem stehenden oder langsam fließenden Gewässer. Die Libelle nutzt einen exponierten, trockenen Samenstand als Ansitzwarte – typisches Verhalten wärmeliebender Großlibellen, die von solchen Posten aus jagen und ihr Revier überwachen.
Licht & Stimmung
Helles, hartes Mittagslicht eines warmen Julitages (13:16 Uhr). Das Sonnenlicht durchleuchtet die Flügeladern und lässt das satte Rot des Körpers leuchten; der grüne Hintergrund verschwimmt zu einem weichen, sommerlichen Teppich.
Komposition
Klassisches Tele-Makro mit 300 mm bei f/5.6: starke Freistellung durch flache Tiefenschärfe und ruhiges Bokeh. Seitliche Ansichten zeigen Körperbau, Flügeladerung und das diagnostische amberfarbene Flügelbasisfeld optimal. Der diagonal ins Bild ragende Stängel führt das Auge zum Tier.
Notiz des Beobachters
Witzenhausen
Kamera-Setup
Sony A7 III mit FE 70-300mm G bei 300 mm, f/5.6, 1/400 s, ISO 100 – Tele-Makro aus respektvollem Abstand.
Fototechnik
Die lange Brennweite (300 mm) bei f/5.6 erzeugt eine sehr flache Schärfeebene und cremiges Bokeh, das die Libelle klar vom grünen Hintergrund löst. Das durchscheinende Licht in den Flügeln zeigt zudem einen feinen Gegenlicht-Effekt.
Passende Ausrüstung
Telezoom
Die 300 mm erlauben formatfüllende Libellen-Porträts aus genug Distanz, ohne das scheue Tier zu verscheuchen – genau wie in dieser Serie.
Sony FE 70-300mm F4.5-5.6 G OSSMakroobjektiv
Für noch mehr Detail an Flügeladerung und Augen ist ein echtes 1:1-Makro die ideale Ergänzung bei kooperativen Ansitzlibellen.
Sony FE 90mm F2.8 Macro G OSSEinbeinstativ
Stabilisiert die lange Brennweite bei 1/400 s und ermöglicht ruhiges Anpirschen auf Augenhöhe der Ansitzwarte.
Einbeinstativ Carbon MakroPolfilter
Reduziert Reflexe auf den glänzenden Flügeln und sättigt das Grün des Hintergrunds bei hartem Mittagslicht.
Polfilter zirkular 67mmHäufige Fragen
→Welche rote Libelle ist das?
Es handelt sich um ein Männchen der Feuerlibelle (Crocothemis erythraea). Kennzeichnend sind der einheitlich leuchtend scharlachrote, leicht abgeflachte Körper inklusive roter Brust und roter Augen sowie ein amberfarbenes Aufhellungsfeld an der Flügelbasis, besonders am Hinterflügel.
→Wie unterscheidet man die Feuerlibelle von einer Heidelibelle?
Die Feuerlibelle ist kräftiger gebaut, ihr Hinterleib wirkt breiter und flacher, und auch die Brust ist intensiv rot gefärbt. Heidelibellen (Sympetrum) sind schlanker, haben meist dunkle Beine und einen weniger flächig roten Körper. Das gelbliche Flügelbasisfeld ist bei der Feuerlibelle ein gutes Zusatzmerkmal.
→Wann und wo sieht man die Feuerlibelle in Deutschland?
Die Hauptflugzeit liegt von Juni bis August an warmen, gut besonnten Stillgewässern und feuchten Wiesen. Als wärmeliebende Art breitet sie sich infolge des Klimawandels seit einigen Jahrzehnten nach Norden aus und ist heute auch in Mitteldeutschland regelmäßig anzutreffen.
→Warum sitzt die Libelle auf einem trockenen Pflanzenstängel?
Exponierte, trockene Samenstände dienen als Ansitzwarten. Von dort aus jagt das Männchen vorbeifliegende Insekten, sonnt sich zur Aufwärmung und überwacht sein Revier. Solche Warten werden oft wiederholt angeflogen, was sie für Fotografen berechenbar macht.

