Weidenbohrer
Cossus cossus
Steckbrief

Weltweit 19.574 Citizen-Science-Nachweise
Jüngste Sichtungen u. a. Regstrup · Obština Čirpan, Bulharsko · Répáshuta, Répáshuta, erdészet, 3559 Magyarország
Quelle: iNaturalist / GBIF. Standortdaten gerundet (Datensparsamkeit).
Häufige Fragen zu Weidenbohrer
→Welche große rot-orange Raupe mit schwarzem Kopf läuft über Wege?
Es handelt sich sehr wahrscheinlich um die Raupe des Weidenbohrers (Cossus cossus). Sie wird bis zu 10 cm lang, hat eine dunkel weinrote bis violettbraune Oberseite, gelblich-orange Flanken und eine glänzende, schwarz-glänzende Kopfkapsel. Auf Wegen sieht man sie, wenn ausgewachsene Raupen einen Verpuppungsplatz suchen.
→Ist die Weidenbohrer-Raupe giftig oder gefährlich?
Nein. Die Weidenbohrer-Raupe hat keine Brennhaare und ist nicht giftig. Sie besitzt jedoch kräftige Kauwerkzeuge und kann bei grobem Anfassen zwicken – vorsichtiges Beobachten ist unproblematisch.
→Wovon ernährt sich die Raupe des Weidenbohrers?
Die Raupe frisst im Inneren lebender Laubbäume, vor allem Weiden, Pappeln, Erlen und Obstbäumen. Sie bohrt jahrelang Gänge ins Holz und verströmt dabei einen charakteristischen, bockartigen Geruch – daher der englische Name 'Goat Moth'.
→Warum findet man solche Raupen auf Asphalt oder Kieswegen?
Ausgewachsene Weidenbohrer-Raupen verlassen ihren Fraßbaum, um am Boden oder in der Erde einen geschützten Ort zur Verpuppung zu finden. Auf dieser Wanderung queren sie offene Flächen wie Wege und Straßen und werden dort gut sichtbar.
→Kommt der Weidenbohrer in Dänemark vor?
Ja, der Weidenbohrer ist in weiten Teilen Europas verbreitet, auch in Dänemark. Diese Beobachtung stammt von der Nordseeinsel Fanø, wo Weiden und andere Laubbäume geeignete Wirtsbäume bieten.

