Steinmarder (Losung)
Martes foina
Häufige Fragen zu Steinmarder (Losung)
→Von welchem Tier stammt schwarze, gedrehte Losung mit Obstkernen am Wegrand?
Eine dunkle, spiralig gedrehte, glänzende Losung mit zugespitzten Enden und vielen ganzen Obst- bzw. Kirschkernen stammt sehr wahrscheinlich von einem Marder, am ehesten dem Steinmarder. Im Spätsommer ernähren sich Marder stark von Früchten, was die Kerne im Kot erklärt. Eine Verwechslung mit Fuchslosung ist möglich, da auch Füchse zu dieser Jahreszeit viel Obst fressen.
→Warum legen Marder ihren Kot oft auf erhöhte oder auffällige Stellen?
Marder setzen ihre Losung gezielt als Duftmarkierung an gut wahrnehmbaren Punkten ab – etwa auf Grasbüscheln, Steinen, Wegrändern oder erhöhten Strukturen. Damit markieren sie Reviergrenzen und kommunizieren mit Artgenossen. Deshalb findet man Marderkot häufig an exponierten Stellen entlang von Wegen.
→Wie unterscheidet man Marderkot von Fuchskot?
Marderlosung ist meist dünner, stärker gedreht und an beiden Enden zugespitzt, oft glänzend und mit deutlichem Anteil an Früchten, Kernen oder Haaren. Fuchslosung ist tendenziell etwas dicker, wurstförmiger und endet in einem typisch ausgezogenen, verdrehten Zipfel. Im Spätsommer ähneln sich beide stark, weil beide Arten dann viel Obst fressen – eine sichere Trennung ist im Feld oft schwierig.
→Ist Tierkot im Wald für Kinder gefährlich?
Beim bloßen Anschauen besteht keine Gefahr. Ein Risiko entsteht nur durch direkten Kontakt oder Verschlucken, da Kot von Fuchs oder Marder Parasiten wie den Fuchsbandwurm enthalten kann. Es genügt, den Kot nicht zu berühren und nach dem Spaziergang die Hände zu waschen.

